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Wolfgang

1. "Midnight in ...?" Du stehst wartend am Straßenrand, eine Limousine hält, in welche Stadt, in welche Epoche bringt sie Dich? Schwierige Entscheidung. Entweder ins Berlin der 20er Jahre; wohnen würde ich in der Künstlerkolonie am Laubenheimer Platz, wenn ich denn überhaupt jemals zuhause wäre und nicht ständig in Bars, Varietés oder Kabaretts herumhängen würde. Oder nach London 1967, mitten rein in die explodierende Prog-Rock-Szene. Am liebsten würde ich in den Abbey Road Studios starten, als die Beatles „Sgt. Pepper“ und gleichzeitig nebenan Pink Floyd „The Piper at the Gates of Dawn“ aufnehmen.  Auf alle Fälle wollte ich der Erste sein, der „The Court of the Crimson King“ auflegen darf. Und ein Mellotron hätte ich natürlich auch als erster gespielt. Und einen Moog. Und … 2. Mit welchem Deiner Bandkollegen würdest auf der Bühne am liebsten mal tauschen? Warum? Ganz klar, mit Martin! Diese tiefen wummrigen Töne aus dem Kontrabass rauszuzupfen, muss das reinste Glücksgefühl sein. 3. Wenn Du "Croonies" im Restaurant bestellen könntest, was würde der Kellner bringen? Eine Pizza 9-Jahreszeiten. Oder wieAlf sagt: „Alles drin mit allem drauf“. Scharf, süß, ölig, bissfest, knusprig, pikant, delikat, aromatisch, locker und sehr heiß. 4. Was wäre Deine Traumlocation für einen Croonies-Auftritt: jetzt, in der Vergangenheit oder in der Zukunft? Der Alster-Pavillon in Hamburg Anfang der 40er, ein Auftritt für all die unerschrockenen Swingheinis und Schlurfs, die sich i hre Liebe zum Jazz einfachnicht verbieten ließen und lieber LindyHop tanzten als im Gleichschritt zu marschieren. Aber nur, wenn die Zeitmaschine hundertprozentig funktioniert. Die Croonies in Woodstock … das hätte auch was. Nach  „The Incredible String Band“ und vor “Canned Heat” vielleicht. Oder 2023 auf der Waldbühne Berlin als Main Event des Festivals „100 Jahre Inflation“. 5.  Du fährst zu einem Auftritt. Als Du Dein Instrument ausladen willst, merkst Du, dass Du es zuhause vergessen hast. Es bleibt keine Zeit, es noch zu holen. Was machst Du? In meinem Fall nun wirklich kein Problem: irgendwo auf die Schnelle einen Karton, eine Papiertüte und zwei Löffel aufgetrieben und mir geht’s gut! 6. Was würdest Du musikalisch gerade machen, wenn es die Croonies nicht gäbe? Obwohl ich den Swing liebe, kann ich den wohl nur mit den Croonies. Also deshalb wäre es wohl was ganz anderes: auf dem Klavier Ragtime, Salonmusik und Jazz,  mit der Touch Guitar irgendwann ein Power-Prog-Trio, und als Sänger düstere Balladen. Eigentlich bin ich nämlich ganz anders. 7. Nach ihren bahnbrechenden Erfolgen in den ersten 20 Jahren des neuen Jahrtausends  prägen "Die Croonies" eine musikalische Ära und bringen es sogar auf einen Eintrag im Lexikon. Wie sieht die Definition dieser Epoche aus? Der Ausdruck „Die Croonies“ geht auf den Namen einer Band zurück, die wie keine andere Musik, Lebensstil und Rhythmus der 1920er Jahre wiederbelebt hat. Er bezeichnet die Goldenen 2020er Jahre, in denen es mit bis dahin nie gekannter Leichtigkeit gelang, Musik zum Swingen und Menschen zum Lächeln zu bringen, was in letzter, aber nicht allzu ferner Konsequenz zu weltumspannender Verbundenheit und, wie Freud es ausdrückte, zu einem „ozeanischen Gefühl“ führte.